führenden Römerstraße zu vereinen.Pfarrer M. J.
Finken schrieb 1826: „Die allgemeine Sage geht dahin, dass die alte, im Jahre 1878 abgerissene Kirche, tausend Jahre alt sei.“ Die erste Urkunde, in der Hahn erwähnt wird, stammt von August 1280: Diese Urkunde, -
mitgeteilt in der Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 34. Band, 1. Halbband 1912, Seite 164 in einem Artikel von E. Oidtmann: Die Denkmale der Rheinprovinz IX. Band, Landkreis Aachen-Eupen besagt, dass R.
von Gottes Gnaden Abt und Konvent zu Kornelimünster bezeugen, dass Herr Johann von Falkenberg, ihr geliebter Getreuer, und Christencia, Eheleute, zum Wohle ihrer Seelen und zum größeren Ruhme der glorreichen
Jungfrau Maria ihren ganzen Zehnt in Hane mit allem Zubehör zur Dotierung der abteilischen Kapelle in Hane schenken. Gleichzeitig schenken Abt und Konvent der genannten Kapelle ihre Curia in Velde.
Dicht neben der Kapelle nach Süden lag ein Spital, Gasthaus für arme Reisende, am Pilgerpfad an der nach Kornelimünster und Aachen führenden Brunsfelder Prozession gelegen (efr. im Archiv-Haupt- und Pastoralbuch 1754,
S. 16). Die Einrichtung war sehr einfach: Spital mit 9 Betten, Zubehör, 1 großer Kessel, 1 Faß, 9 zinnere Schüssel, 1 Eisenpfanne (Quix p. 71-179ff). Kapelle: 1 Kelch, 1 Meßbuch, Messgewänder.
Laut
Urkunde von 1461 übergaben die Gebrüder van Buyren und ihr Schwager Johann van Enden die Aufsicht und die Verwaltung über die Kapelle und das Hospital den Eheleuten Johann van Spaenen (oder Spaenheim) und
Katharina lebenslänglich. Genannte Eheleute waren in Haaren bei Aachen begütert, welche sie bei der Übernahme der Verwaltung dem Spital schenkten, durch Urkunde vom 4. Juli 1478 von dem Schöffengericht in Aachen
bestätigt (Quix p. 172. Urk. 41).
Im Jahre 1363 waren bereits 8 Lehnsleute aus Hahn zur Haferabgabe gegenüber der Abtei „Inden“ in Kornelimünster verpflichtet.
1462 war Hennys von Hahn
Unterschultheiß mit den Herren Jakob von Forstbach und Mathias Koen von Walheim, Schöffen der Dingbank zu Kornelimünster.
Im 16. Jahrhundert werden nochmals für Hahn 6 Lehnsleute erwähnt.
Aus einer 1646 renovierten Karte des Münsterländchens geht wieder der Ortsname Hahn hervor. Aus dieser Zeit stammt bekanntlich die erste noch vorhandene Königsplakette (1660) der Schützenbruderschaft,
einer Zeit (und das gilt auch für die folgenden zwei Jahrhunderte), als mehrmals marodierende Söldner und reguläre Truppen, aber auch Seuchen und Notzeiten die Bewohner zu engerem Zusammenschluss zwecks Verteidigung von
Hab und Gut oder gegenseitiger Nachbarschaftshilfe veranlasste.
Dies dürften wohl auch die hauptsächlichen Beweggründe zur Gründung unserer Schützenbruderschaft in Hahn gewesen sein.
Mathias Joseph Finken (Pfarrer in Hahn von 1813 bis 1841) fand in der Bürgermeisterei in Walheim am 2. Juni 1822, „an einer silbernen Kette hangende silberne Schilder“ (Auszug aus dem Archiv- und Haupt-Pastoralbuch von
1754 in Hahn, Seite 94 u. 95) (Siehe Aufzeichnung).
Leider sind viele Aufzeichnungen aus damaliger Zeit durch Kriegswirren oder aus anderen unaufklärlichen Gründen verlorengegangen, bis auf das
umfangreiche „Königssilber“, welches vom damaligen Vereinswirt Peter Koch (genannt „Pittchen“) 1945 aus den Händen eines amerikanischen „Souvenierjägers“ gerettet wurde.
Einige verlässliche Daten sind
heute mündliche Recherchen von lebenden Zeugen oder Aufzeichnungen von Karl Schornstein, eines umsichtigen Hahner Chronisten, sowie die vorhandenen Kirchenbücher und Veröffentlichungen des Geschichtsvereins
Hahn-Friesenrath